München: Nachhaltige News im November

Münchner Stadtansicht

Was hat sich getan in den letzten Wochen und was tut sich gerade? München wird ja manchmal semi-ironisch als großes Dorf bezeichnet. Aber bei Zerowaste merkt man wirklich mal den Großstadfaktor unserer Stadt. Es tut sich viel hier im Moment, aber auch darüber hinaus. Wir finden, es ist Zeit für ein kleines Update!

Europäische Abfallvermeidungswoche

Europäische Woche der Abfallvermeidung #EWAV
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Ab Samstag, den 16.11. bis Sonntag, den 24.11. läuft die Europäische Woche der Abfallvermeidung. In den sozialen Medien könnt ihr euch zB. mit dem Hashtag #EWAV oder #EWWR für European Week of Waste Reduction beteiligen.

Das Motto der diesjährigen EWAV ist Change your ways, reduce your waste! Welche Aktionen bei dir vor Ort laufen, kannst du in der Map of Actions nachschlagen. – Ins Leben gerufen hat die Initiative die nicht-staatliche Organisation (NGO) Association of Cities and Regions for Sustainable Resource Management (ACR+) in Belgien.

White Monday in Deutschland

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Der Black Friday hat es leider längst nach Deutschland geschafft. Doch jetzt kommt die Gegenbewegung, das Antonym der Konsumverwegerer, der White Monday am 25.11. Der Black Friday ist ja der Freitag danach. Dem will die Aktion also ein bisschen zuvor kommen und ein Zeichen gegen Konsum und Billigwahn setzen. Einige nachhaltige Shops schließen sogar am Black Friday selbst ihren Online-Shop, und bieten gezielt keine Rabatte an. Qualität und Fairness hat ihren Preis, und sollte lange lange vor Schnäppchen-Kaufrausch kommen. Beteiligt euch auf Social Media mit #noblackfriday und #whitemonday. Oder vielleicht gibt es ja auch ein kleines #whitemondaymunich für uns?

Aktuell setzen sich die Macherinnen der hejhej-Mat, einer nachhaltigen closed-loop Yogamatte, für die Verbreitung des White Monday in Deutschland ein. Die Bewegung stammt ursprünglich aus Schweden,

Das OH Circle Café macht auf!

Am 1. Adventswochenende öffnet das Popup-Café OH Circle sein Türchen. Über Instagram könnt ihr euch jetzt schon vorfreuen bei @oh_circle. An allen Adventswochenenden von 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr könnt ihr in Münchens erstem Circular Café vegane zerowaste Getränke genießen, brunchen, Plätzchen essen oder kaufen und auch an Workshops teilnehmen oder den Zerowaste Bazar besuchen.

Der Begriff »circular café« kommt übrigens von »circular economy«, also der Kreislaufwirtschaft. Es geht darum, Verbrauchsmaterialien von den Kunden zurück zu gewinnen bzw. sie recyclebar anzubieten, so dass sie dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt werden können. Der Unterschied zum normalen Café ist also, dass hier Sorge für den Müll getragen wird und Zerowaste-Alternativen geboten werden. Bringt also eure Mehrweg-Becher und Beutel mit und seid Teil von einem kleinen Weltverbesserungsprojekt! – Adresse: Wanderlust Café & Yoga · Heideckestr. 14.

Tollwood und Nachhaltigkeit

Foto: Markus Dlouhy

Ende November, am 26.11., startet auch wieder das Winter-Tollwood. Das Festival steht für Nachhaltigkeit, Protest- und Umweltschutzaktionen und setzt sich regelmäßig für diese ein. Tollwood beteiligt sich u.a. am globalen Klimastreik am 29. November. Darüber hinaus engagiert man sich auch für Nachhaltigkeit im eigenen Rahmen, zB. mit Bio-Futter und dem Verkauf von nachhaltigen Produkten. Auf dem Markt der Ideen könnt ihr fair gehandelte Ware kaufen, wie Upcycling-Produkte, Klangschalen, Kunsthandwerkliches oder auch Kleidung und Accessoires. Mehr zu Nachhaltigkeit auf dem Tollwood steht in der Festival-Broschüre. Die Veranstaltung bezieht außerdem Münchner Ökostrom. Zu den Hintergründen könnt ihr hier Näheres nachlesen.

Immer wieder nett: Mädelsflohmarkt

Die letzte Chance, vor Weihnachten die Klamotten nachhaltig weiterzugeben, oder was Schönes in günstig und gebraucht zu kaufen, ist vielleicht der Mädelsflohmarkt am 16.11. im Feierwerk. Der Schwerpunkt liegt hier immer wieder ganz klar auf Kleidung und Schuhen. Weniges wird so schnelllebig konsumiert wie Textilien. Flohmärkte sind eine einfache, lokale Möglichkeit, etwas gegen den Versandwahnsinn und Fast Fashion zu tun, für wenig Geld.

Sicher sollte man an dieser Stelle auch fragen, ob die Gebrauchtkultur nicht ebenfalls einen Beitrag leistet zu den immer kürzeren Verweildauern von Kleidung in unseren Schränken. Aber zunächst ist es trotzdem etwas sehr Positives, dass mehr Menschen Second Hand auch als Wahl verstehen, und nicht nur als Muss, wenn man sich nichts »Besseres« leisten kann.

LUSH verändert die Einkaufskultur in München?

Loblieder auf die neue LUSH-Filiale am Marienplatz werden hier bereits gesungen. In Sachen zerowaste-Verpackung und Müllvermeidung ist der Laden ein Vorreiter. Es gibt Behälter aus Recycling-Kunststoff, die man im Shop zurückgeben kann. Viele feste Shampoos und Seifen können in Papier oder unverpackt gekauft werden. Auch der Versand erfolgt plastikfrei. Doch LUSH steht immer wieder in der Kritik für die eigentlichen Produkte, in denen zahlreiche als potentiell gesundheitsschädlich identifizierte Stoffe vorkommen. Utopia hat dazu schon eine ziemlich detaillierte Diskussion veröffentlicht. Informationen zu den fraglichen Inhaltsstoffen gibt bei Codecheck.

Verändert LUSH also die Einkaufskultur, nur weil die Duftwolke am Marienplatz jetzt über 3 Etagen geht statt über vorher eine? Vielleicht schon, insofern, dass Leute, die dort kaufen, vielleicht von da auf die Idee kommen, dass nachhaltige Verpackung wichtig ist. LUSH setzt sicherlich Trends. Aber auf den zweiten Blick ist hier noch viel Luft nach oben.

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