Wie bist du zu zero waste gekommen, Undine Almani?

Ich möchte euch zu einer neuen Serie einladen, in der es darum geht, Menschen aus der zero waste Community vorzustellen. – Wie bist du zum Thema zero waste oder plastikfrei Leben gekommen? Darauf gibt es Antwort in Bild und Text… Eingeladen zum Mitmachen sind alle, die Lust haben, ihre eigenen Antworten loszuwerden. Es ist nicht wichtig, wie viele Follower du hast oder wie lange du dabei bist. Du kannst einfach das Kontaktformular benutzen und erhältst dann einen Link für den Upload. Und ansonsten bist du erst mal ein bisschen zum Lesen eingeladen. Ich dachte mir, ich mache einfach den Anfang.

In drei Bildern

Was war dein allererster zero waste-Kauf?

Glaubst du, dass die zero waste-Bewegung eine Eintagsfliege ist?

Wie gehst du mit Kritikern um?

In drei Absätzen

Wie bist du zum zero waste / plastikfreien Leben gekommen?

Das Ding mit dem Umweltbewusstsein war irgendwie schon immer ein Thema für mich. Richtig bewusst geworden ist mir der krasse Plastikkonsum in unserer Gesellschaft aber erst im Studium über viele Umwege durch die Chemie. Ein Freund hat damals auch angefangen, auf Plastikfalschen zu verzichten. »Wegen meiner Klöten!« meinte er. Ich habe dann recherchiert und darüber nachgedacht. Und relativ schnell war mir klar, dass es überhaupt keinen Sinn ergibt, nur auf solche Flaschen zu verzichten, sondern dass alle diese Verpackungen unnötig sind. Das ist jetzt fast zehn Jahre her. Damals gab es noch keine zero waste Bewegung in Deutschland. Seitdem hat sich so viel verändert. Verbessert, muss man sagen, zumindest was Verpackungen und Einkaufsmöglichkeiten angeht.

Was war die schwierigste Umstellung in deinem Alltag?

Kleidung ohne Synthetik kaufen. Fast unmöglich und selbst, wenn man sich mit einem reduzierten Kunstfaseranteil zufrieden gibt, immer noch schwierig und auch teuer. Zu Studentenzeiten war das für mich gar nicht drin. Heute kaufe ich so gut wie alles gebraucht. Auch da versuche ich, 100% Baumwolle oder Wolle zu bekommen, wo immer es geht, und insgesamt einfach wenig zu konsumieren. Das hat ehrlich gesagt einige Jahre gedauert und ich finde auch nicht, dass man Sachen wegwerfen sollte, nur weil sie einem perfektionistischen Anspruch nicht genügen. Deshalb wird mein Kleiderschrank wahrscheinlich in einem weiteren Jahrzehnt immer noch Polyester enthalten.

Dein wichtigster Tipp für Einsteiger?

Nicht zu dogmatisch sein. Ich kann verstehen, dass man Umstellung sofort will. Und wenn man das durchhält und es einem gut tut, sich radikal zu verändern, finde ich das voll okay. Dieses viel gehörte »Es ist ein Prozess!« empfehle ich schon länger nicht mehr. Ist es nicht für jeden. Für manche geht es auch sehr schnell. Ich hatte damals nicht viel Zeug und meine Einkäufe umzustellen hat nur ein paar Wochen gedauert. Wichtiger finde ich, grundsätzlich nicht zu dogmatisch sondern alltagstauglich zu denken. Wenn es etwas einfach nicht plastikfrei oder zerowaste gibt, man aber ohne nicht den Lieblingskuchen backen kann, wer sagt dann, dass man einen Kuchen machen muss, der einem nicht schmeckt? Oder sich mies fühlen, weil er es tut aber eine Zutat nicht zerowaste war? Das ist Unsinn. Die insgesamte Verbesserung zählt doch, und das, was man im Vergleich zu seinem vorherigen Lebensstil erreicht hat.

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